PSP

Die PSP für Erwachsene Gelegenheitsspieler

 


Die Playstation Portable

Die Playstation Portable (PSP) ging mit vielen Vorschußlorbeeren Ende 2004 zunächst in Japan, später in den USA und 2005 auch in Europa an den Start um den großen Preis der mobilen Spielekonsolen. Mit 249,- Euro für das nackte Gerät ist der Preis tatsächlich groß und angeblich zahlt Sony pro Stück noch drauf, werde das Geschäft doch mit der Software gemacht. Wie das Rennen jedoch ausgeht, ist noch völlig offen. Widererwartend schlägt sich der direkte Konkurrent von Nintendo, der Nintendo DS, nicht schlecht und führt die Verkaufsranglisten an. Wartet er doch mit einigen Alleinstellungsmerkalen wie dem zweiten Touchscreen auf, die ihn gerade für erwachsene Gelegenheitsspieler sehr interessant macht.

Das Besondere an der PSP sind ihre technischen Daten. Neben anständiger Rechenleistung im Bereich einer Playstation 2 fällt insbesondere das 480 mal 272 Punkte große Display auf. Dieses ist zwar nur mäßig entspiegelt, zeigt ansonsten jedoch ein klares Bild, das seinesgleichen in diesem Preissegment sucht. Und so ist die PSP nicht nur ein Spielehandheld, sondern auch eine Multimediamaschine. Sie zeigt Filme, wahlweise von gekauften UMDs oder von dem selbst bespielen Memorystick, spielt Musik u.a. im MP3-Format und zeigt Fotos an. Dank eingebautem WLAN und neuerdings mitgeliefertem Browser eignet er sich sogar bedingt zum Internetsurfen, wobei die Eingabe ohne Tastatur gewöhnungsbedürfig ist. Eine ansteckbare Tastatur ist inzwischen erhältlich.

Somit kann sich die PSP selbst für den Gelegenheitsspieler oder Gar-Nicht-Spieler lohnen, der jedoch gerne auf Reisen Musik hört und den einen oder anderen Film sehen will, ohne dafür den Laptop auspacken zu müssen.

Filme auf dem Sony eigenen Format UMD sind jedoch teuer und kosten z.Zt. durchweg 19,95 Euro im Laden. Im Vergleich zu den gleich teuren DVD-Geschwistern weisen sie zwar meist zumindest noch zusätzlich die Originalsprache auf, weiteres Bonusmaterial ist jedoch selten dabei. Es versteht sich leider von selbst, dass UMD-Discs nicht im häuslichen DVD-Spieler genutzt werden können. Ein teures und eingeschränktes Vergnügen somit.
Mit etwas technischen Verstand gelingt jedoch auch das Überspielen von schon vorhandenen DVD auf den Memorystick, vorausgesetzt dieser ist ausreichend groß und man hat die notwendige Software. Anleitungen findet man zahlreich im Internet, wie auch die dazu passenden Programme. Für 20,- Euro bekommt man aber z.B. „Movie 2 PSP“ oder „Movie Jack 4 PSP“ auch im Handel. Der Sony Memorystick Duo schlägt nochmal mit ca. 90 Euro für 1 GB Kapazität zu Buche, kann dann aber im Gegensatz zur UMD regelmäßig neu bespielt werden. Eine Einschränkung gibt es jedoch. Leider unterstützt auch das aktuelle Betriebsystem 2.0 der PSP nur eine eingeschränkte Auflösung. Die volle Qualität bieten zur Zeit nur Filme auf UMD. Laut Sony hat dieses technische Gründe. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Es darf bezweifelt werden, ob Sony vorhergesehen hat, dass sich die PSP schnell zu einem der erfolgreichsten eBook-Lesegeräte und eComic-Abspieler gemausert hat. Schon kurz nach dem Erscheinen der PSP tauchten im Internet erste Zeitschriften auf, die speziell für die PSP entwickelt wurden. Jede Seite ist eine Grafik im JPEG-Format, die in ein speziellen Verzeichnis auf der PSP kopiert werden. Danach kann dieses „Buch“ bequem mittels des Bildbetrachungsprogramms und den Schultertasten zum Blättern gelesen werden. Auch hier zeigt sich der Vorteil des guten Bildschirms. Seiten wie www.pspmagazines.com zeigten, dass dieser Trend noch nicht am Ende angekommen ist.

Die PSP ist damit beileibe kein Kinderspielzeug und hat das Zeug, ein Lifestyle-Objekt für Jedermann in den nächsten Jahren zu werden.

Näheres Informationen zur PSP finden Sie im Podcast Feierabendspieler Nr. 2: "Welches System für den Feierabendspieler?".


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